Auf ein Bier mit – Max Tyrell

von Gregor

Hallo Max, schön das wir dich heute „auf ein Bier“ treffen können. Bevor es nun richtig losgeht solltest du dich glaube ich mal kurz vorstellen, schließlich bist du ja schon gut 10 Jahre nicht mehr auf dem Spitzkippel aktiv in Erscheinung getreten!

Erstmal Gude Gregor und danke für die Einladung! Ich bin ja nun mittlerweile 12 Jahre weg aus Sonnenberg, wurde vor 33 Jahren in Sonnenberg geboren. Zur Spvgg kam ich mit 8 Jahren und war mit kürzeren Ausnahmen(keine B- oder A-Jugend Mannschaft bei der Spvgg) bis ich 20 war immer treu. Das Fussballspielen hab ich bei meinen Jugendtrainern Mario Thyssen, Rainer Mittermeier und Dirk Mettner gelernt. Mit 20 bin ich zum Studieren nach Trier gezogen und dort bin ich bis heute geblieben. Mittlerweile bin ich verheirateter Vater von einer Tochter und noch aktiver Fussballer.

Du hast unter einigen Trainern (u.a. Dirk Mettner, Klaus Heinz, René „Lali“ Keutmann, Gerhard Marx) auf dem Spitzkippel gespielt, wer hat dich rückblickend am meisten in deiner damals noch jungen Karriere geprägt.  

Wie bereits erwähnt war Dirk ja ein Jugendtrainer von mir, Klaus Heinz habe ich nur am Rande mitbekommen. Lali war mein erster Seniorentrainer und von ihm habe ich in erster Linie mal gelernt was es heißt ein Seniorenspieler zu sein(Stichwort Respekt und zurückstellen eigener Interessen). Mit Gerdi hab ich noch zusammengespielt, er hatte immer ein offenes Ohr für mich und hat mich auch spät in der Nacht noch nach Haus gefahren, natürlich immer stocke nüchtern.

Damals bist du von der Aktivität zum TB Rambach gewechselt um mehr Spielzeit zu erhalten. Hat sich im Nachhinein dieser Wechsel kurz vor deinem Umzug in Richtung Trier tatsächlich gelohnt? 

Ich war jung und ungeduldig(wollte spielen) und eine Reihe meiner damaligen Freunde ging auch nach Rambach, aus heutiger Sicht hätte ich es wohl nicht nochmal gemacht aber damals hatte ich noch nicht den Plan nach Trier zu gehen.

Dein Vater Clemens spielt in unserer AH Mannschaft, zugegebenermaßen hat er das Tore schießen trotz seines Spitznamens „Knipser“ nicht gerade erfunden. Von Ihm kann die Torgefährlichkeit also nicht stammen. Wie kam es das du in den letzten Spielzeiten im Sturm (39 Torbeteiligungen in 2 Spielzeiten) so erfolgreich warst?
Tore schießen konnte ich irgendwie schon immer, vielleicht liegt es daran dass ich nicht laufe und deshalb immer genug Puste für den Abschluss habe. Ab und zu fallen mir die Dinger auch einfach auf den Kopf.Vorlagen kamen erst im Alter dazu, da ist man weniger egoistisch.

Nach deinem Umzug in die Nähe von Trier hat es dich nun in die Kreisliga C Mosel/Hochwald zur SG Ruwertal verschlagen. Zwischenzeitlich ging es aber noch zum TuS Schillingen. Was war der Grund? 

Ich hab jahrelang in der 1.Mannschaft der SG Ruwertal gespielt, wir sind von der C-Klasse bis in die Bezirksliga aufgestiegen. Und in der Bezirksliga habe ich dann nur noch selten gespielt daher bin ich nochmal zurück in die A-Klasse gewechselt um mehr zu spielen. Zurück in die 2.Mannschaft der SG Ruwertal bin ich dann gegangen, weil ich angefangen hatte zu bauen und mir die Zeit zum trainieren fehlte.  

Also ist die SG Ruwertal eine Herzensangelegenheit? 

Absolut, nach der Spvgg mein zweiter Heimatverein und das Sammelbecken all meiner Freunde. 

Wie uns aufgefallen ist hat die SG Ruwertal ja durchaus was besonderes was die Spielstätten angeht. Ihr seid in der diesjährigen Saison auf 3 unterschiedlichen Plätzen beheimatet und wechselt insgesamt fünf mal den Heimspielort, ist das nicht ein bisschen nervig oder macht das gerade das Besondere eures Vereins aus?
Hier auf dem Land gibt es öfter mal Spielgemeinschaften mit mehreren Orten, so auch bei der SG Ruwertal, das ist hier nichts besonderes. Wir haben 2 Rasenplätze, die wir von April bis November nutzen, den Rest des Jahres spielen wir auf dem Hartplatz. Der Zusammenhalt und die geringe Fluktuation bei den Spielern macht den Verein aus. 

Jetzt mal ganz nüchtern betrachtet, wie schätzt du die Spielklassen in Wiesbaden und bei euch in Trier so ein. Wo wird der bessere Fußball gespielt? 

Das ist schwer zu sagen, weil der direkte Vergleich fehlt. Wenn man von oben nach unten geht würde die Spvgg bei uns in der A-Klasse spielen und die SG Ruwertal(1. Mannschaft) wohl in der Gruppenliga bei euch. 
Was natürlich auf dem Land etwas mehr Spaß macht ist das größere Zuschauerinteresse, hier wird öfters mal vor 500-600 Zuschauern gespielt.

Wenn man dich so im Spiel beobachtet könnte man meinen du seist eine Kopie von Stefan Kießling die weniger läuft. Aber wer ist eigentlich dein Vorbild? 

Zur allererst ist Stefan Kießling mal 15 Kilo leichter als ich, klar läuft der mehr!

Mein Vorbilder sind Jan Aage Fjörtoft und Alex Meier, zwei sehr geile kultige Stürmer.

Nun die Frage, die wir allen momentan stellen. Was hältst du vom „Neuen“ Aussehen des Spitzkippels? 

Das letzte mal hab ich den Spitzkippel nur bei Nacht gesehen, du erinnerst dich?!

Ich werde mich aber in den kommenden Wochen mal persönlich im Hellen vom neuen Aussehen überzeugen. 

Verfolgst du noch die Geschehnisse rund um die Aktivität, oder ist der Abstand zum Verein mittleweile einfach zu groß?
Ich verfolge seit Jahren ständig die Geschehnisse, das lässt einen als Sonnenberger auch nie los. Eure Homepage ist ja auch sehr gut gepflegt und informativ, ein Lob an dieser Stelle. 

Max vielen Dank das auch du bei unserer Interviewreihe mitgemacht hast. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg mit der SG Ruwertal und hoffen dich bald mal wieder auf dem Spitzkippel begrüßen zu dürfen.