auf ein Bier mit – Gerhard „Gerdi“ Marx

von Gregor

Heute gibt es ein Interview was schon ein paar Tage zurück liegt. Idstein, Wörsdorf und Biebrich 02 waren seine Stationen. Dann wie konnte es anders sein hat er nicht nur seine fussballerische Heimat in Sonnenberg gefunden. Freut euch mit mir zusammen bei auf ein Bier mit…. Gerhard Marx.

Gude Gerdi, sag mal wie kam es dazu das es heute Gerdi Bräu gibt?

Marx: Ich habe das Getränk (Kristallweizen mit einem Schluck Cola) nicht erfunden, aber durch meinen Wechsel zu Sonnenberg im Jahr 2000 aus Idstein mitgebracht und eingeführt. Aufgrund der entstandenen Nachfrage im Vereinsheim hat der damalige Wirt, Dieter Stroh, das Getränk auf die Karte gesetzt. Mittlerweile hat „Gerdi-Bräu“ es auch nach mehrmaligen Neuauflagen der Getränkekarte geschafft weiterhin gelistet zu sein.

Ist ein Geheimtipp, wer viel davon trinkt kriegt ´nen flachen Schuss.

Kevin de Bruyne zu City? Holzkopf oder alles richtig gemacht?

Marx: Prinzipiell „Holzkopp“.Die Person Kevin de Bruyne ist für mich nicht wichtig, er hat ein paar Jahre in Deutschland gespielt ohne besonders aufzufallen. Im letzten Jahr hat er es geschafft seinen Marktwert zu erhöhen. Meiner Meinung nach ist er jetzt eine Marionette seiner Berater, die sich mit ihm die Taschen voll scheffeln. Ich traue ihm keine nachhaltige Karriere zu.

Welcher Scheppschießer ist dir besonders ans Herz geachsen?

Marx: In den Jahren als „Scheppschießerdompteur“ sind mir ALLE ans Herz gewachsen.

Aufgrund ihrer Position als Kapitän hatte ich besonders viel mit Tobi „Killer“ Roth (Wer weiß noch wer dem Tobi den Spitznamen gegeben hat? Tipp: einer der besten, die in jüngerer Vergangenheit hier, leider nur ein Jahr, gespielt haben) und André Meudt zu tun. Beide sind mir sehr ans Herz gewachsen, die vielen Gespräche waren immer konstruktiv und weiterführend. Ich hatte das Glück ganz,ganz viele tolle Jungs zu trainieren.

Natürlich auch an dich die Frage wie kommt die neue Anlage bei dir an?

Marx: Die neue Anlage macht grundsätzlich einen guten Eindruck. Der Sportplatz wird, wenn das restliche Granulat verteilt ist, einen modernen Belag haben und anständigen Fussball ermöglichen. Für das Funktionsgebäude hoffe ich, dass es möglichst bald ohne Baumangel zur Verfügung steht. Der neu geschaffene Platz vor dem Gebäude wird hoffentlich oft genutzt um schöne Feste dort stattfinden zu lassen.

Was erwartest du auch in den nächsten Jahren für eine Entwicklung?

Marx: Erwartungen werden oft nicht erfüllt. Ich hoffe für die Spvgg, dass es gelingt den Spaß am Sport auf dem Spitzkippel in den Vordergrund zu stellen. Eine Mannschaft, die Spaß hat wird mehr erreichen, als eine Mannschaft die mehr Geld bekommt als sie verdient.

Wie schneidet die erste Mannschaft ab?

Marx: Das was ich bisher gesehen habe macht Hoffnung, der Teamspirit scheint besser zu sein als in den letzten Jahren. Wenn das so bleibt und alle auf den Trainer hören wird die Mannschaft auf Platz 5 oder in der Nähe landen.

Und die 2te?

Marx: Für die 2te hoffe ich, dass über die gesamte Saison genug eigene Spieler zur Verfügung stehen und es nicht notwendig wird AH-Spieler einsetzen zu müssen.

Derzeit macht es Spass den Jungs zuzuschauen, wenn einige Spieler es noch schaffen auf dem Platz die Nerven zu behalten und nicht wegen Kleinigkeiten unnötig Unruhe in das Spiel zu bringen, wird auch die 2. Mannschaft eine tolle Saison spielen.

Man kennt ja noch so einige Geschichten von damals aber erzähl du doch mal dein Favorit aus der aktiven Laufbahn hier oben auf dem Spitzkippel!

Marx: Geschichten während meiner aktiven Laufbahn in Sonnenberg gibt es sehr viele, sie werden immer wieder auf dem Sportplatz und im Vereinsheim erzählt und rekapituliert, eine besondere herauszunehmen finde ich langweilig. Schöner ist es sie immer wieder im Gespräch in Summerich auf dem Sportgelände spontan aufleben zu lassen und darüber zu lachen. Also immer schön hoch kommen!!!

Du bist ja quasi halber Meister Trainer und wurdest dann als es bei der 1. Mannschaft nicht so lief befördert. Bist du damals mehr abgestiegen mit der 1ten oder aufgestiegen mit der 2ten?

Marx: Das war ein bewegtes Jahr in Sonnenberg. Ich war auf einem guten Weg mit meinen tollen Jungs von der 2. Mannschaft, wir waren ein super Team! Natürlich hätte ich gerne als verantwortlicher Trainer der 2ten die Meisterschaft gefeiert, hat sich aber anders ergeben. Mit der vorher nicht geplanten Übernahme der 1. Mannschaft war ich trotzdem noch gesamtverantwortlich zuständig und somit nicht weit weg von den Jungs.

Die 1. Mannschaft im Frühjahr zu übernehmen kam, wie gesagt, für mich überraschend und das Ziel nicht abzusteigen war angestrebt. Leider habe auch ich es nicht geschafft diesen Abstieg zu vermeiden. Ich persönlich sehe mich als Trainer als Teil des Teams, alle Erfolge und alle Niederlagen werden gemeinsam erreicht, ich bin für alles mitverantwortlich. Deshalb gibt es kein „mehr abgestiegen“ oder „mehr aufgestiegen“, ich war bei beiden Begebenheiten Teil des Teams.

Welche von den zahlreichen Fußballweißheiten ist dir die Liebste?

Marx: Wer drei Mal den Ball hochhalten kann ist noch lange kein geiler Kicker.

Du warst ja auch bei Biebrich 02 wer war der geilste Typ mit dem du jemals gespielt hast?

Marx: Für mich war der beste Fussballer, mit dem ich in einer Mannschaft gespielt habe, Ulf „Effe“ Schröder. Wir haben in Wörsdorf zusammen gespielt. Von seiner Optik und Spielweise war er dem Stefan Effenberg sehr, sehr ähnlich.

Der geilste, bzw. speziellste Typ war definitiv Theo März, mit dem ich so ungefähr 7 oder 8 Spielzeiten zusammen performt habe.

Gab es mal einen Punkt in deiner Laufbahn, wo es noch ein Stückchen – sprich eine Klasse – höher hätte hinaus gehen könnte, oder hast du immer an deinem persönlichen Limit gespielt?

Marx: Definitiv habe ich in meiner intensivsten Fussballerzeit zwischen 25 und 34 Jahren am persönlichen Limit gespielt. Drei Meisterschaften in der Bezirksoberliga und 5 Jahre in der Landesliga, wobei das erste Landesligajahr damals die vierthöchste deutsche Klasse gewesen ist, waren mehr als ich erwartet hatte. Die ersten 7 Jahre bei den Aktiven habe ich in Bund A-Klasse verbracht und nicht geahnt, dass man als technisch unbegabter Todesgrätscher in höheren Klassen einzig mit hohem Einsatz und extremen Willen spielen kann.

Zum Abschluß des Interviews noch die Frage an dich. Wie bist du denn nach zahlreichen Stationen letztendlich in Sonnenberg gelandet?

Marx: Zahlreiche Stationen?? Bevor ich nach Sonnenberg kam hatte ich drei Vereine, 16 Jahre Idstein, 7 Jahre Wörsdorf und ein Jahr Biebrich 02, sind das zahlreiche Vereine? Heute gibt es viele Spieler, die allein in der Jugend mehr Vereine durchlaufen!

Die Entscheidung für die Spvgg Sonnenberg kam auf Anfrage meines langjährigen Wegbegleiter und Freund René Keutmann, der damals Trainer der ersten Mannschaft war.

Er hatte ein Jahr vorher schon einmal angefragt, in dem Jahr war der Hartplatz allerdings der Grund für die Absage. Ich war zu alt um auf dem Hartplatz zu Grätschen. So sind nun 15 Jahre vergangen, in denen ich viele tolle Menschen kennen und schätzen gelernt habe.

Vielen Dank an alle die, die jetzt wissen dass sie gemeint sind.

Danke Gerdi für das nette Gespräch.

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